Der Japanische Garten in Leverkusen

Unsere Freundin kommt zu Besuch und es gibt die Vereinbarung: einen Tag arbeitet sie in meinem Garten und einen Tag machen wir einen Ausflug. Da sie schon oft zu Besuch war, wurde es langsam eng mit den Ausflugszielen. So fragte ich mein kluges Wunderbuch: „Wann wohin in Deutschland?“ und es schlug mir sofort für Anfang Mai den Japanischen Garten in Leverkusen vor. Warum? Weil dann dort die Rhododendren und Azaleen blühen. Das ist für mich durchaus ein Argument, denn Japanische Gärten sind die meiste Zeit des Jahres grün – in unterschiedlichen Schattierungen, aber grün. Leverkusen liegt ca. eine Autobahn-Stunde von uns entfernt, also gut zu erreichen und so machten wir uns auf den Weg.

Wie kommt nun ein Japanischer Garten nach Leverkusen? Anfang des letzten Jahrhunderts machte der Direktor des Chemiewerkes, das einmal die Bayer AG werden sollte, eine Reise in den Fernen Osten und war von der japanischen Gartengestaltung so angetan, dass er einen ebensolchen Garten neben seiner Villa errichten ließ. Der Japanische Garten ist heute ein Teil des Carl-Duisberg-Parks, eines Landschaftsparks mit wundervollen alten Bäumen und schönen Wiesenflächen.

Und am Rande dann das Kleinod: ein wirklich entzückender Garten mit unterschiedlichsten fremden Bäumen, vielen kleinen Wasserläufen und Brücken und sogar einem japanischen Teehaus in der Mitte. Er ist jetzt nicht riesig, aber man kann wundervoll darin spazieren gehen und die Seele baumeln lassen, weil alles so geordnet und schön ist. Und Frühling war auch genau die richtige Jahreszeit, denn die blühenden Büsche gaben noch einmal besondere Farbtupfer in das Grün. Kois und Schildkröten gibt es in den Teichen zu beobachten und alles strahlte eine Ruhe und Stille aus. Es war ein wirklich schöner Ausflug und der japanische Garten hat uns sehr beeindruckt.